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Die
heutige Gemeinde Albbruck umfaßt ein Gebiet von 39,68 qkm. Von 325 m über
NN reichen die Orte bis auf 700 m in den Hotzenwald hinein, denn durch die
Gemeindereform von 1975 wurden sechs Orte zusammengefaßt: Albbruck,
Birkingen, Birndorf,
Buch, Schachen und Unteralpfen.
Durch Münzfunde
und Flurnamen weist sich dieses Gebiet als römisches Siedlungsgebiet aus.
Birkingen ist in den Handschriften des Klosters St. Gallen ab 814 als „Birchinga“
erwähnt, ebenso Birndorf. Während Birkingen erst 1528 dem
Kloster St. Blasien zufiel, gehörte Birndorf bereits 1271 zum Hoheitsgebiet des Klosters St.
Blasien.
Heimatforscher Joachim Hessel macht sich um die Geschichtsforschung der
Gemeinde verdient. Er konnte zwischen 1992 und 93 dem Landesdenkmalamt
Freiburg einen „Schatz“ von 102 Münzen übergeben, deren Prägung von
Traianus (98 – 117 n.Chr.) bis Commodus (177-138) reichen. Damit
wiederholte sich eine Geschichte, die bereits einhundert Jahre zuvor
(1892) in der örtlichen Presse berichtet worden war. Arbeiter hatten bei
Schachen sechs Münzen geborgen.
Vermutet wird, daß an dem Flüßchen „Alb“ ein römischer Gutshof (villa
rustica) lag. Zwischen 233 – 260 nach Christus drangen die Alamannen aus
den Bergen ins Rheintal vor. Die Bewohner des römischen Gutshofes
verbargen ihre Münzen vor den Angreifern und konnten sie später nicht
mehr abholen.
Birndorfs dreischiffige Kirche im romanischen Stil ist
sehenswert in mehrfacher Hinsicht. Buch (nach St. Gallischer Handschrift
Puach), die Burgruine Ryburg von Tiefenstein, die Salpetererhöhle in
Hohenfels, Schachen und Unteralpfen waren Wohnsitz von Persönlichkeiten,
die sich im „Hauensteiner Land“ als freie Bauern zu Einungen
zusammenschlossen. In Birndorf
lebte einer der Sprecher (Redmann). Fridolin Albiez von Buch, ein
Salpeterer Händler, wurde 1719 zum Führer der Unabhängigkeitsstreitigkeiten,
die als „Salpeterer Aufstände“ in die Geschichte eingingen. Sie erfaßten
das gesamte Territorium des Klosters St. Blasien, also den größten Teil
des heutigen Landkreises Waldshut.
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